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Verraten und verkauft

Lange habe ich versucht den Standpunkt der Lehrer in Österreich zu verstehen. Über die Tatsache, daß niemand länger arbeiten will, reicht mein Verständnis allerdings nicht hinaus. Jetzt nach dem Ende der Verhandlungen, oder sollte man besser sagen, nach der Vertagung, ist mein Verständnis für die Lehrer vollkommen erloschen. Wahrscheinlich liegt es daran, daß ich selbst mal Schüler, sogar Schülervertreter an meiner Schule war, aber noch nie Lehrer. Die paar Konferenzen die ich als Schulsprecher besuchen durfte, korrigierten mein Bild der Lehrer. Da wurde geschwätzt, vorbereitet, gestrickt, geschlafen, der Direktor verarscht, all das was man als Schüler nicht darf… und jetzt nachdem die Schüler sich in der Diskussion der letzten Wochen, auf die Seite der Lehrer geschlagen haben, werden sie verraten und verkauft. Schüler sitzen 35 bis 40 Stunden in der Schule und müssen auch noch Hausaufgaben machen und lernen, aber den Letzten/den Schwächsten beißen die Hunde.  Da fällt mir doch ein Spruch ein der mal in einer Ausgabe unserer Schülerzeitung stand:

“In der Schule lernst was sowieso nicht brauchst, den Rest wirst schon erfahren!”

In Anlehnung an einen Spruch unseres Direktors, der sagte:

“Ihr lernt hier ja nicht für die Schule, sondern fürs Leben!”

Sieht so aus als hätten die Schüler jetzt tatsächlich etwas fürs Leben gelernen.

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