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Putin kann zufrieden sein

Ja das kann er wohl, leider! Sofern in den letzten Tagen nicht noch etwas passiert, was ich natürlich nicht hoffe. In sportlicher Hinsicht waren die Wettkämpfe großartig. Die Loipen, die Ski- und Snowboardpisten, der Eiskanal, wurden sowohl von den Athleten und Kommentatoren, als auch von den mir bekannten Fernsehzusehern, als selektiv oder schwierig bezeichnet. Genau so soll es meiner Meinung nach sein bei Olympischen Spielen.
Die umfangreiche Kritik im Vorfeld: die Umweltsünden die beim Bau begangen wurden, sind von Schnee bedeckt – oder es wächst bald das sprichwörtliche Gras darüber, die Menschenrechtsverletzungen, oder zumindest menschenverachtende Vorgehensweisen bei den Bauarbeiten, die Diskriminierung Homosexueller, die Korruption, die totale Überwachung aller die auch nur irgendwie in der Nähe von Sochi sind, das Theater um die Amnestierungen seine politischen Gegner, die “Demokratie” in Russland – alles vergessen – und von den Hoppalas bei der Ankunft der Athleten spricht auch keiner mehr, die wurden sowieso von allen als lustig und mit einem Achselzucken abgetan. Jegliche Kritik oder Meinungsäußerung der Beteiligten wird schon von anderer Seite verboten (IOC) und die Kritik der restlichen Welt sitzt Putin einfach bis nach den Paralympics aus und danach ist ihm die auch wieder egal, d.h. die ist ihm jetzt schon egal, danach wird die Kritik einfach weiter verstummen.  Die Welt wird sich anderen Dingen zu wenden und was bleibt sind glanzvolle Spiele und Ruhm und Selbstzufriedenheit für Putin. Dadurch für ihn ein noch breiterer Rücken, der ihn mit noch größerer Brutalität gegen seine Gegner vor gehen lassen wird.
So weit das vorhersehbare. Was ich mir aber wünschen würde ist, daß sich das IOC, welches ich persönlich ja für einen Haufen Schlappschwänze halte, das nächste mal gegenüber den Gastgeberländern mehr für die Einhaltung der Menschenrechte einsetzt und nicht nur für die termingerechte Fertigstellung der Statien. Ich prangere nicht die Vergaben an Sochi oder Peking an, sondern die Eierlosigkeit mit der das IOC zwar seine Sportler gängelt aber bei den starken Männern kuscht. Nach unten treten und nach oben kuschen ist so ziemlich das letzte und wird dazu führen, daß sich immer mehr solcher Länder für die Austragung der Spiele bewerben.

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