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Warum berichten die Medien nicht über Tibet

Seit einigen Wochen folgen ich dem Twitteraccount @TIBETANS. Schockierender Weise berichten die regelmäßig über Tibetische Mönche und Nonnen die sich aus Protest gegen die Chinesische Besetzung selbst anzünden. Ich glaub 26 Menschen haben sich in den letzten Wochen angezündet, aber unsere Medien berichten gar nicht, bzw. nur alle heilige Zeilen mal. Woran liegt das?

Liegt es daran, daß die Medien in ihren Formaten keinen Platz oder keine Zeit haben darüber zu berichten? Schließlich geht es überall rund und Menschen sterben jeden Tag mehr als man darüber berichten könnte. Für die Radio-, Fernsehnachrichten und Printmedien gilt das vielleicht, aber online könnte man schon mal darüber lesen.

verbrannter Mönch   via @Peace0310Liegt es daran, dass die vielen anderen Kriegs- und Katastrophenschauplätze wichtiger sind und somit Tibet einfach untergeht, oder geht das Tibetproblem unter weil es da nichts zu holen gibt und sich die Berichterstattung auf die Schauplätze konzentriert die uns Europäer (oder die Amerikaner) in irgend einer Weise betreffen?

Oder liegt es gar daran, dass wir (Europäer) uns gerade an die Chinesen anbiedern, weil wir dringend deren Kohle brauchen. Schließlich berichten  die Medien regelmäßig (hauptsächlich positiv) über chinesische Themen, angefangen von der aufstrebenden Wirtschaft,  vom tollen chinesischen Wahlsystem, in dem bei Regionalwahlen jeder antreten kann, oder der chinesische Einsatz in Syrien, bis hin zu den Foxconn Mitarbeitern die jetzt mehr Geld bekommen sollen (wahrscheinlich damit sie glücklicher werden und sich nicht mehr so oft umbringen).

Tibet als Problemzone wird ausgeklammert, dadurch wird es uns leichter gemacht deren Geld anzunehmen. Das würde aber bedeuten, dass dieses Vorgehen vom Staat oder von der EU gesteuert würde. Als Verschwörungstheorie würde mir das schon wieder gefallen, aber ich glaube nicht daran, also warum ist das so?

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Telekom Affäre – oder – wer findet den Sündenbock

Wunderbar dieser Affentanz da gerade rund um die Telekom abläuft. Es scheint die Telekom hat einigen österreichischen Parteien – genau genommen diesem blau-orange-schwarzem damaligem Regierungssumpf – einiges an Zuwendungen zukommen lassen und dafür ihrerseits auch was bekommen. Genaues weiß man natürlich (noch) nicht, aber alle wollen jetzt eine lückenlose Aufklärung. Da sich in den offiziellen Büchern der Parteien offenbar nichts finden lässt, sind diese natürlich auch nicht Schuld, sondern einige schwarze Schafe. Auch kein Wunder wenn das Geld an den offiziellen Parteikassen vorbei fließt. Da jetzt alle nach lückenloser Aufklärung schreien, schreit die Geschichte für mich nach einem Bauernopfern, schließlich wird keine Partei dafür auch nur irgend eine Verantwortung übernehmen. Alle Beteiligten haben ohne Wissen der Parteiführung gehandelt. Wie sollten die so was auch wissen, schließlich gibt es auf unserer Welt so viel umsonst, so dass es nicht auffällt wenn Wahlkämpfe oder Imagekampagnen und dergleichen nichts kosten.

Langsam aber sicher häufen sich die Verdachtsfälle derart, dass keiner der Parteibonzen und deren Dunstkreis mit guten Gewissen sagen kann, er hätte von nichts gewusst.

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Wie retten wir den Sozialstaat

Schon vor einigen Jahren hatte ich eine Idee wie man unseren Sozialstaat etwas billiger und auch effektiver gestallten könnte. Zugegeben diese Idee wird nicht alles besser machen und alle Probleme lösen, aber einen Teil zur Erhaltung des Sozialstaats beitragen:

Ich wäre dafür Langzeitarbeitslose dazu zu verpflichten ihren Beitrag zu leisten. Ich weiß jeder der einen Job hat, zahlt quasi in “seine” Arbeitsosenversicherung ein, aber irgendwann ist dieser Polster aufgebraucht, je nachdem wie lange man schon eingezahlt hat. Es gibt genügend soziale Einrichtungen die Unterstützung benötigen würden.  Diese Verpflichtung darf natürlich nicht den Umfang eines “normalen” Jobs haben, aber 30 bis 50 Tage im Jahr könnte man einem arbeitsfähigen Menschen schon zutrauen. Ich stelle mir eine Aufteilung so vor: entweder einen Tag in der Woche, oder eine Woche im Monat, oder auch ein ganzes Monat pro Jahr. Das AMS das sich ohnehin um diese Menschen kümmert, könnte auch die Einteilung an interessiert Organisationen übernehemen. Wer sich weigert, muß mit massiven Einschnitten seines Arbeitslosenentgelt rechnen. Ein weiterer positiver Nebeneffekt, wäre die leichtere Wiedereingliederung in einen Arbeitsmarkt, für den das AMS Unsummen ausgibt.

Die Anhänger des Sozialstaats werden jetzt natürlich gleich Zeter und Mordio schreien, aber ich bin ersten auch ein Anhänger des Sozialstaates und zweitens der Meinung  jeder der kann, muß auch seinen Beitrag zu diesem Sozialstaat leisten.

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#OccupyWallStreet gewaltsam geräumt

Heute Nacht wurde der Zuccotti Park in New York und auch andere besetze Städte gewaltsam geräumt. Das Vorgehen der Polizei dürfte laut den verschiedensten Twittermeldungen und auch Bildern eher an einen Kampfeinsatz erinnert haben. Die Besetzer wollen nicht aufgeben und zurückkehren, kein Wunder die meisten haben ja auch nix zu verlieren.

Bleibt die Frage was kann so ein Protest überhaupt bringen? Werden die Politiker auf das Volk hören? Möglich – zumindest in Sonntagsreden werden sie Änderungen ansprechen, aber unter der Woche? Wenn die Banker, Turbokapitalisten und Wirtschafter die Einflüsterer sind, bleibt von den vornehmsten Wünschen nichts übrig. Wir haben die Kontrolle über das System verloren, das System kontrolliert uns. Es gibt nur zwei Wege aus diesem Dilemma, warten bis das System zusammenbricht und das wird es sicherlich irgendwann oder das System von innen bekämpfen ändern. Dazu braucht es aber Menschen die genau wissen wie das System funktioniert und die das auch tun wollen, schließlich ist das ein Kampf gegen Windmühlen. Außerdem braucht es dazu eine Lobby, und die gibt es nicht. Denn gäbe es die, wären die Protest und Besetzungen überflüssig. Also was tun, die Protest sind notwendig, um sich Gehör zu verschaffen und damit auch dem dümmsten klar wird, dass irgendwas falsch läuft. Aber die Lösung sind sie nicht, schließlich gehen nicht 99% auf die Straße sondern vielleicht 1% das sich für die anderen 98% den Arsch abfriert und die Seele aus den Leib schreit oder wie heute aus dem Leib prügeln lässt. Die anderen 98% sind zwar größten Teils unzufrieden, haben jedoch keine andere Wahl als im System dessen Teil sie sind mit zu schwimmen, schließlich gibt es Kinder zu ernähren, Rechnungen zu bezahlen, das schwer erarbeitet Geld etwas zu genießen…..

Die Protest müssen sich weiter entwickeln, der Protest darf nicht zum Selbstzweck werden, sondern es muss daraus eine Veränderung passieren. Gesellschaftliche Veränderung wird es sicherlich geben, nur greifen die normaler weise erst in der nächsten Generation, das dauert also etwas zu lange, so lange haben wir nicht mehr.

Zuccotti Park, 8am. It may be empty now, but #OccupyWallStree... on TwitpicNo, this is NOT Afghanistan, this is @OccupyDenver and it&#03... on Twitpic        Bilder via Twitter

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#occupyinnsbruck – Innsbruck ist seit Freitag Abend freundlich besetzt

Ich habe heute #occupyinnbruck – der freundlichen Besutzung in der Nachbarschaft – einen Besuch abgestattet. Die Zahl der Besetzer des Boznerplatzes in Innsbruck ist nicht all zu groß. Es stehen ca. 6-7 Zelt auf dem Platz und ca. 10 bis 15 Menschen halten den Platz, inmitten des „Bankenviertels“ besetzt. Mehrmals am Tag gibt es einen Redekreis, bei dem jeder seine Beweggründe und auch Ideen einbringen kann. Die Gruppe ist gerade dabei sich zu positionieren, und zwar in zweierlei Hinsicht, einmal muss die eigene Position gefunden werden und dann muss man sich natürlich auch nach außen hin positionieren um den Protest bzw. die Rebellion auch nach außen zu tragen. Die Menschen auf die Anliegen der Besetzer aufmerksam zu machen, dürfte gar nicht so einfach werden, bei den vielen Interessen muss ein gemeinsamer Nenner gefunden und die sturen Tiroler müssen erst noch überzeugt werden, dass es sich nicht nur um Asoziale und Sandler handelt, sondern um Menschen die die Schnauze voll davon haben, dass sich die 99%  für den Wohlstand eines Prozentes den Arsch aufreißen .

Konkret stehen heute die Planungen für die nächsten zwei bis drei Tage an. Mit welchen Aktionen will man auf sich aufmerksam machen, muss die Rebellion übersiedeln, die Veranstaltung ist nur bis morgen genehmigt, dann muss man weiter sehen, heimgehen will keiner. Der Platz ist auch gut gewählt. Rund herum, maximal einen Steinwurf entfernt, sind die Raiffeisen, die Hypo, die Sparkasse, die BTV,  die Österreichische Nationalbank und natürlich ist die Politik auch nicht weit entfernt. So gesehen passt dieser Protest der sich für einen bessere und gerechter Welt einsetzt nirgendwo besser hin.

Ich werde die nächsten Tage versuchen die Ziele und Anliegen der Besetzer hier zu veröffentlichen. Wer sich beteiligen will, der kann einfach hin gehen, die Leute dort sind offen und freuen sich über jeden der Interesse zeigt.

Es braucht radikale Ideen und Umsetzungen mit Hirn


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Die Protestaktion vom 15.Oktober 2011

Auf youtube gibts unter occupy innbruck auch einige schöne Videos zum 15.10. und auch zur Aktion am 11.11. die dann zur Besetzung des Boznerplatzes führte

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Alles voll für’n Arsch

Die Gemeinsamkeiten des Bildungsvolksbegehren und der Regierungsumbildungen in Griechenland und Italien springen einem nicht gleich ins Auge, aber sie sind nicht von der Hand zu weisen: Nicht nur, dass alles diese Woche war, sie sind auch voll für den Arsch! Es ist ja nicht so, dass zumindest das Volksbegehren und die Abdankung Berlusconis begrüßenswert wären, aber bringen wird´s nix. Reine Augenauswischerei! Das Bildungsvolksbegehren wird genau gar nix ändern, wieso auch, die die hier mitbestimmen, haben ihre Meinung nicht geändert. Die Schule ist immer noch eine Sache von Parteipolitik bzw. Ideologien, die weiter nicht voneinander entfernt sein könnten. Jetzt soll ein Ausschuss gebildet werden, der sich damit beschäftigt, das ganze wird wohl Beschäftigungstherapie für Parlamentarier. Und was wird sich ändern? Nix! Genau wie in Griechenland, der unliebsame Sparer wurde hinaus geschmissen und dafür ein Banker geholt. Was wird der ändern für die Griechen? Nix! Kann er ja auch gar nicht, wer nichts zu entscheiden hat, kann auch nichts verändern, das Gesicht wurde ausgetauscht, die Massen vielleicht kurz beruhigt, aber das wars auch schon. Und in Italien, da könnte man vielleicht am ehesten davon ausgehen, dass sich was ändern, zumindest der politische Stil, aber der wird sich wohl auch erst ändern, wenn Berlusconi ein den Häfen geht, oder ins Grab steigt. Schließlich wird er weiterhin im Hintergrund die Fäden ziehen, Opposition in der eigenen Regierung machen und über seine unzähligen Medienkanäle weiterhin für die Verdummung des Volkes sorgen. Manchmal bin ich froh, dass ich kein italienisch kann, die knapp bekleideten Mädels in den Berlusconi Fernsehsendern sind schon sehr verführerisch, da könnte man hängen bleiben….

Die einzige Bewegung die was ändern könnte ist die Occupybewegung, nur eine Bewegung die vom Volk aus geht und die die Massen mobilisiert, kann was bewegen, allerdings auch nur wenn wir die Politiker austauschen. Das etablierte System führt sich selbst ad absrudum, es wird Zeit für eine Revolution!

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Die Demokratie ist tot – lang lebe die Demokratie

Gerade lese ich die Griechische Regierung will an den Plänen zur Volksbefragung festhalten. Mal angenommen die Griechen bekommen wirklich was zum Abstimmen, dann wird da ja eine Wahl zwischen Pest und Cholera, das wissen auch die Griechen. Mit Sicherheit wissen sie auch, dass sie sich die Scheiße selbst eingebrockt haben, schließlich gibts die Freunderlwirtschaft und Korruption in Griechenland nicht erst seit gestern, sondern schon einige Jahrzehnte, was meiner Meinung nach schon auch auf eine gewisse Grundhaltung in der Bevölkerung rückschließen lässt. Also mal angenommen, die Griechen dürfen abstimmen, dann wird das eine Abstimmung zwischen einer einsamen Pleite die weh tut oder massiven Sparmaßnahmen die auch weh tun, aber immerhin noch im Schoße des Euro. Was wirtschaftlich sicherlich mehr Vorteile mit sich bringt, wie eine Pleite mit eigener Währung und trotzdem einem Schuldenberg in Euro. Das Kommentar von Sven Böll im Spiegelonline triffts wohl ziemlich genau.

Wie auch immer, und worüber die Griechen dann letztlich auch abstimmen werden, was mich heut am Meisten erstaunt hat, war die Empörung, dass da doch tatsächlich einer sein Volk befragen will – was bildet sich dieser Mann eigentlich ein, das Volk will er befragen. Manchmal frage ich mich schon ob den Herrn und Damen Politiker eigentlich noch bewusst ist, dass das was sie tun, nicht einem reinen Selbstzweck unterliegt sondern, dass sie über Menschenleben bestimmen. Unsere Politiker jonglieren nur noch mit Zahlen, ohne ein Verständnis dafür was das für den einzelnen bedeutet. Wenn ich monatlich mit einem Politikergehalt nach Hause gehen würde, würde ich mir auch keine Gedanken über grundlegende existenzielle Fragen machen. Mir ist schon klar, dass genau aus diesem Grund und um sachlich entscheiden zu können, Politiker das verdienen was sie verdienen, aber der Blick für die Realität geht dabei etwas verloren, vor allem wenn man mit Zahlen in der Höhe des Eurorettungsschirms bzw. Staatsschulden einiger Länder zu tun hat. Der heutige Tag hat aber vor allem eines gezeigt, die Demokratie ist tot, wir dürfen zwar noch wählen, aber die Spielräume die Regierungen haben, haben nichts mehr mit freier Entscheidung zu tun. Nicht nur, dass Deutschland und Frankreich hinter verschlossenen Türen alles entscheiden und die anderen das dann abnicken dürfen, die Welt scheint auch noch unter zu gehen wenn einer nur einen Volksentscheid ankündigt und die Medien spielen da natürlich brav mit und schüren die Panik.

Ich glaub wir sind am Ende, was wir zur Zeit sehen sind die letzten Zuckungen eines Todgeweihten, der glaub nochmal die Welt zerreißen zu müssen. Das klingt jetzt vielleicht negativ, ich seh das aber gar nicht so, schließlich bedeutet Tot auch immer neues Leben. Ich weiß das klingt nach der rosaroten Esoterikbrille, aber es hilft. Und wenn der Karren dann vollends an die Wand gefahren ist und auch noch die Wand darauf gestürzt ist, dann wirds wohl anders werden.

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Eine iWährung muß her

Die Welt braucht eine neue Währung, nicht damit wir die Euro-Krise einfach übertünchen, oder ihr einen neuen Namen geben, sondern eine Währung für alle diejenigen deren Geschäfte eh nix mehr mit der realen Wirtschaft zu tun hat. Aber damit nicht genug, wir sollten dieser neuen Währung gleich seine eigene Souveränität zukommen lassen, sozusagen ein neuer Staat, eine neue Welt um nicht zu sagen ein eigenes Universum. Dadurch könnten die Spekulanten, Banken und Finanzinstitutionen die keinem Bankengesetz unterworfen sind und mehr oder weniger unbeaufsichtigt die Milliarden im Sekundentakt um die Welt schieben, noch mehr in ihrer Welt leben, vollkommen unbehelligt von der realen Wirtschaft. Alle Bad-Banks die in den letzten Jahren geschaffen wurde, sollten Teil dieser neuen Finanzwelt werden, schließlich braucht das ganze ja auch eine kleine Bremse. Die Finanzwelt besteht dann sozusagen aus Geld und iGeld [imaginäresGeld nicht Apple Geld]

Die “normalen” Kundenbanken, deren Hauptgeschäft aus Spareinlagen und Krediten besteht, sollten nicht Teil dieser neuen Finanzwelt werden. Diese Banken müssen sich dann natürlich auch von der Bilanzsummenhysterie befreien und sich darauf beschränken, wofür sie da sind, uns das Leben zu erleichtern.

Das ganze macht natürlich nur Sinn, wenn wir uns nicht wieder an diese neue Währung koppeln, so wie früher der Schilling an die DM oder den Dollar, sondern die Abhängigkeit muß wenn dann anders herum gestaltet sein. Den Wert der neuen Währung bestimmt die Währung selbst, den Umtauschkurs bestimmt die reale Welt. Wer seine iGewinne in reales Geld umtauschen will, zahlt – wie das so üblich ist – Gebühren, die wieder in unsere realen Staatskassen fließen.

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Der Kommunismus

Das Schreckgespenst des Kommunismus geht auf Twitter um, und Schuld ist dieses Foto:

#occupy und Kommunismus

Auch wenn Länder wie die ehemaligen Ostblockstaaten, China oder Nord Korea als kommunistisch bezeichnet werden, das hat nix damit zu tun!

Kommunismus, nach eigenem Verständnis die höchste Form des gesellschaftlichen Zusammenlebens, die nach dem Sieg der “proletarischen Revolution” im Anschluß an den “Aufbau des Sozialismus” entstehen wird. Im Kommunismus soll jeder nach seinen Fähigkeiten arbeiten, aber nicht entsprechend seiner geleisteten Arbeit, sondern entsprechende seinen berechtigten Bedürfnissen entlohnt werden; alle Klassen und Standesunterschiede sollen verschwinden. [....]

Aus einem analogen Nachschlagewerk, auch Buch oder Lexikon genannt:  Großes Handlexikon in Farbe, Herausgegeben vom Lexikon Institut Bertelsmann

Damit das auch jeder versteht, #occupytogether oder #occupyworld oder was auch immer ist nix anderes als “Proletarier aller Länder vereinigt euch”

Ach ja nebenbei, das ist eine Gesellschaftsform wie sie Gene Roddenberry, in seinen bekanntesten Werk vorschlägt. Wer nicht weiß wer das ist soll nachsehen und wer nicht weiß was Bücher sind kann den Link anklicken.

Es soll zwischendurch auch mal helfen wenn man nicht immer gleich gegen alles ist, sondern auch mal das Hirn einschaltet.

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Anonymous vs Anonymous

“Der Kindergartenkleinkrieg geht in die nächste Runde”

Gestern noch dachte ich über einen Artikel nach der unseren Datenschutz und diverse Hackergruppen zum Inhalt haben sollte, hab die Idee dann aber verworfen, da alles was mir dazu einfiel nicht mehr als Binsenweisheiten waren. Und dann heute das http://pastie.org/2258851, mehrere Mitglieder der Hackergruppen Anonymous und LulzSec wurden gehackt. Veröffentlicht wurden, Namen, Adresse, Telefonnummern, Passwörter, Sexuelle Vorlieben usw.

Das erste was mir dazu einfiel war ein Tweet, den ich kurz nach dem GIS Hack gelesen habe – ich weiß nicht mehr von wem – aber die Dame meinte, sie wisse ihr Daten bei Anonymous besser aufgehoben als bei der GIS. Auch wenn das jetzt nicht die gleichen Leute waren, so zeigt es doch eins, Anton Onszers, der auf dieser Seite einen Kommentar hinterlassen hat, hatte leider so was von Recht: „[...] Früher oder später werden sie wieder irgendwo auftauchen, denn nichts mögen Hacker [...] lieber, als die Daten eines anderen Hackers auszuspähen. Auch diese werden weiter verbreitet werden.“

Für mich spricht ja nichts dagegen, im Sinne einer Datenschutzverbesserung, diverse große Firmen zu hacken. Schließlich haben die Hacks in der Vergangenheit ja sehr schön aufgezeigt, dass sich viele Unternehmen und Staatliche Institutionen eine Dreck um den Datenschutz ihrer Kunden bemühen. Das muss selbstverständlich ein Ende haben, und nachdem gut zureden sicherlich nicht funktioniert, muss man die Verantwortlichen mit dem Vorschlaghammer darauf aufmerksam machen.

Update 19:15: Wie Gulli:News heute am Nachmittag berichtet, stahlen unbekannte Hacker jede Menge Kundendaten eines Onlineshops. In diesem Fall dürfte auch nur der Vorschlaghammer funktioniert haben.

Mit der Veröffentlichung der Daten sieht es da schon wieder anders aus, ich halte nichts davon wenn Daten von x-beliebigen Usern veröffentlicht werden, ich würde sagen, das widerspricht den öffentlich vertretenen Idealen dieser Gruppe. Schließlich behaupten Anonymous, LulzSec oder AntiSec oder wie auch immer sie sonst heißen mögen, daß sie ihre Aktionen im Sinne einer Datenschutzverbesserung ausführen. Wie passt es da zusammen, die Daten unschuldiger zu veröffentlichen. Selbst wenn man sich außerhalb aller Rechtsstaatlichkeit fühlt, die Privatsphäre als eine Teil der Menschenrechte muss gewahrt werden. Ich bin mir sicher, man kann seinen Standpunkt auch klar machen ohne, dass man Unschuldige mit rein zieht. Allein das übernehmen einer Webseite, dürfte schon peinlich genug sein und heutzutage kann man ja tausende Internetuser binnen Minuten darauf aufmerksam machen.

Was vollkommen anderes ist für mich allerdings die Datenveröffentlichung a la Wikileaks. Die Herrschaften, deren ach so geheime Daten da veröffentlicht werden, arbeiten für uns. Natürlich haben auch die ein Recht auf Privatsphäre, aber nicht im Rahmen ihrer Tätigkeit die sie als gewählte Volksvertreter ausüben. Die Kontrolle die durch eine Veröffentlichung ausgeübt wird, ist durchaus wünschenswert, vor allem die Erinnerung daran, für wen gearbeitet wird.

Eines zeigen die Auseinandersetzungen der Hacker in den letzten Wochen aber schon: Auch wenn behauptet, dass sie mit einer Stimme sprechen, so Eitel-Wonne-Sonnenschein ist auch die Hackerwelt nicht und wahrscheinlich beschränken sich die unterschiedlichen Gruppen, die für sich in Anspruch nehmen für alle zu sprechen, auf jeweils einen kleinen Haufen von 3-5 Menschen. Zumindest was den Kern angeht, für eine DDoS Attacke braucht man natürlich mehrere willige Helfer, die sich damit begnügen ihre Rechner u/o auch ein bisschen Zeit zur Verfügung zu stellen.

Deshalb habe ich eine Botschaft für euch: Vernetzt euch! Beendet euren Kindergartenkleinkrieg und versucht doch tatsächlich mal mit einer Stimme zu sprechen, sonst nimmt euch in Zukunft keiner mehr Ernst!

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